Zeche im Ruhrgebiet
Verwendung des Begriffes Zeche
Der Begriff „Zeche“ wird vor allem für die Steinkohlebergwerke im Ruhrgebiet synonym zu „Bergwerk“ benutzt, wo dem Namen des Bergwerkes das Wort „Zeche“ vorangestellt wird. Im Freiberger Revier, wo Erze gefördert wurden, existiert im obigen Sinne das Lehr- und Forschungsbergwerk „Reiche Zeche“ und „Alte Elisabeth“.
Zu unterscheiden ist die Zeche im ehemaligen sächsisch-thüringischen Uranbergbau der SAG Wismut, wo sie eine Anlage bezeichnet, in der Erze zerkleinert, radiologisch beprobt, sortiert und lieferfertig verpackt wurden.
Betriebsablauf (als Beispiel im Steinkohlebergbau)
Unter Tage
Das Bergwerkseigentum berechtigt zum Abbau von Steinkohle in einem bestimmten Gebiet. Das Grubenfeld ist unterirdisch durch Strecken (auch Stollen) auf verschiedenen Sohlen (Ebenen) erschlossen, die durch Schächte und Blindschächte verbunden sind. Der Abbau der Lagerstätte erfolgt zumeist im Strebbau, wobei der mit Ausbauschilden gestützte Streb dem Flöz folgt.
Früher wurde das Gestein mit Schlägel und Eisen, später mit dem Presslufthammer gewonnen; heutige Abbaumethoden sind vollmechanisiert, gängige Maschinen sind der schreitende Schildausbau, Kohlenhobel, die dünne Gesteinsschichten „abschälen“ und Walzenschrämlader, die dickere Schichten schneidend abtragen. Die in den Abbaubetrieben gewonnenen Berge werden über Förderbänder oder mit schienengebundenen Förderwagen bis zum Füllort am Förderschacht transportiert. Die Kohle wird dort in ein Fördergefäß (Skip) umgefüllt und dieses an einem Förderseil zu Tage gefördert.
Über Tage
Die oberirdisch sichtbaren Teile der Zeche sind die Tagesanlagen: Über dem Schacht steht ein Fördergerüst, das eine Seilscheibe trägt, die das aus dem Schacht führende Förderseil zu der Fördermaschine im Maschinenhaus umlenkt. Die benötigte Energie stammt aus Dampferzeugern im Kesselhaus, die mit minderwertiger Kohle beheizt werden. Die geförderte Rohkohle wird an der Hängebank in Güterloren umgefüllt und in speziellen Anlagen vom tauben Gestein getrennt (gewaschen), aufbereitet und veredelt.
Quelle: Wikipedia